Samstag, 14. November 2009

Nightvisions

Ganz schön kalt, wenn man die Finger an der Kamera hat...

... und der muss die ganze Zeit draußen stehen ...


... ansonsten möchte kaum noch jemand raus um diese Zeit...

... der allerdings ist tapfer und fleißig...


... so sehr sogar, dass er nichtmal gemerkt hat, wie er vor die Linse geraten ist...



... dann ging es weiter via Columbia St. ...


... bis zum Columbia Lake (der hier lange belichtet wurde)...

... auf dem die grauen Gänse schlafen oder miteinander schnattern...


... von den umgebenden Lichtern etwas beleuchtet...


... entsteht ein märchenähnlicher Mix aus Hell und Dunkel...

... in der man sich als nächtlicher Eremit herumtreiben kann...


... um Cali zum Schluss diese vielen bunten C's schenken zu können... :)

Gute Nacht!

Donnerstag, 12. November 2009

Pot(sblitz)luck, wo ist das Semester geblieben?


Huiuiui, schon Mitte November. Gemäß dieses Blickes aus meinem alten Zimmerfenster kann ich verlauten lassen: Es zieht was auf... die erste Hausarbeit wird am 20ten fällig und die zweite wenige Tage nach meinem Geburtstag. Wenn das mal keine Schande ist! (Wer die Adresse für Geburtstagsgrüße noch nicht hat: Ich, 100D - 350 Columbia St. West, Waterloo, Ontario, Canada, N2L 6G8... hust). Apropos hust, meinem Ohr gehts wieder gut (ist natürlich nix gegen Manus Ohnmacht in Uganda, aber trotzdem erwähnenswert)! Zudem bin ich seit letztem Wochenende umgesiedelt (auf meinen eigenen Wunsch), von Suite B in Suite D - neben Michis Zimmer (nicht mehr gegenüber und deswegen hab ich jetzt auch Sonnenaufgänge vorm Fenster, die ich nicht wirklich oft erlebe...) und damit um einiges weiter von der (mich) wahnsinnig machenden Badezimmerlüftung. Ihr wisst schon: Man macht die Lüftung über dem Herd aus und denkt... aaah - diese Ruhe! Und zehn Zentimeter breiter ist das Zimmer auch noch (sieht ansonsten aber so ziemlich gleich aus). Gewonnen in jeder Hinsicht also.

















Heute ist auch mal wieder was erwähnenswertes (Tee trinken und gemeinsames Kochen sind ja nicht so spannend) passiert. Eine Professorin unseres Departments hatte uns zum Potluck eingeladen. Ja: wie, Professorin lädt ein? Wat, Potluck?

Zu 1: Das nennt man dann wohl die persönliche Atmosphäre an unserem Department und so sind wir natürlich auch mit gemischten Gefühlen unterwegs gewesen, allerdings wollten wir natürlich wissen, wie man so wohnt, wenn man hier Professorin ist.
Zu 2: Also sind wir am Abend in ihrem Loft (gut, sieht vielleicht ein bisschen mehr nach was aus, als mein momentanes Zimmer) aufgeschlagen und man muss sagen, die haben die alte Gummifabrik doch zu was gemacht. Potluck bedeutet, dass jeder irgendwat zu essen mitbringt und dann schaut man, ob man satt und glücklich wird. Als ordentliche männliche WG haben wir dann auch für Buletten und Kartoffelsalat gesorgt. Die Stimmung war jedoch zu Anfang schon so am Boden, das alles hinterher nurnoch besser werden konnte, denn Kochen unter Stress ist ja noch schlimmer als Kochen!

Vor Ort hatten wir dann ne nette Mischung aus Buletten, Kartoffelsalat (natürlich!), Nudelsalat, Salat und Salat und Milchreis (für mich in Erinnerungen schwelgend mit Apfelmus - als Allegorie für Cali und Berlin - nein, das Matschige zählt dabei nicht und Berlin ist auch nicht zum 'verlaufen' - oh Gott, schlechte Wortspiele, es ist schon spät) und Bier und Wein. Nicht so ausgewogen hingegen war der Gesprächsstoff. Den ganzen Abend hatte ich mich schon (nein, nicht etwa auf die Menschen... tz) auf den Hund von Frau Schmenk gefreut: Noodles (zu deutsch "Nudel" natürlich)!!


Aber das ständige Hundethema und die dauernde Betüddelei war ein bisschen anstrengend. Wie auch immer, ich kann gerne mal Hundesitten (aber Fiene ist immernoch die einzige...) ;)

So und jetzt werd ich noch ein bisschen Kram für den morgigen Kurs erledigen und dann meiner eigenen Erledigung frönen. Gute Nacht und guten Morgen...


... auch von Noodles (erinnert ein bisschen an Willy, wa?), der hier schon ganz müde an seinem Ball rumknabbert und Glück hat, nichtmehr in dieses Schweinegrippe-Flagschiff zu müssen...



Beim Arzt kriegt man hier inzwischen schon mit einem Anflug Schweißperlen auf der Oberlippe einen Mundschutz. Um Vogelgrippe sorg ich mich allerdings viel mehr. Die grauen Gänse scheinen ungeduldig und lustlos auf ihre Abreise gen Lateinamerika zu warten. Die lungern hier wie die Penner auf den Uniwiesen. Herman scheints schlauer gemacht zu haben. Den hab ich nämlich schon länger nicht mehr gesehen. Ob der wohl schon schlummert? Ich werds jetzt jedenfalls...

Donnerstag, 5. November 2009

Im Westen nichts Neues...

...oder Berichtenswertes. Denn aufgrund akuter Mittelohrentzündungs-Vermeidungstaktik (nein, das ist kein Schweinegrippe-Symptom) ziehe ich folgendes Programm strikt durch: Ich schütze mich vor Ereignissen. Klappt bisher auch ganz gut und deswegen ist mein Erzählrepertoire so "Leer", wie es auch dieser zollfreundliche, an allein Seiten komplett verdunkelte Chevy Colorado auf der Heckscheibe anzeigt:


Ob das wohl so ohne Weiteres funktioniert? Nach mehreren gescheiterten Versuchen könnte es dem Fahrer vielleicht so gehen, wie diesem Pinguin/Mastodon-Mix oder was auch immer:


Sehr schönes Leitmotiv (oder in englischer geklauter Schreibweise: Leitmotif), wenn man frustriert ist von näherrückenden Abgabedaten. Hm, klingt, als würde mich das betreffen...

Naja, was so vor meinem Fenster passiert ist vielleicht nicht ganz so spannend - außer der Tatsache, dass es gerade horizontal geschneit hat und jetzt wieder blauer Himmel ist. Die Wetterfronten kämpfen, um die Obermacht ringend, miteinander (das nennt man wohl Herbst in Reinkultur). Ich hab mich aber wintertechnisch jedenfalls schon ordentlich ausgerüstet, also werd ich langsam ungeduldig... bleibt dran, ich verspreche, es kommen auch wieder Zeiten, in denen es mehr zu berichten gibt.. für die schönen Fotos bitte runterscrollen :D