Neben dem riesigen orangefarbenen Mond, gab es heute Janas Geburtagsparty (keine Beweisfotos), Pilmenis und - was auch sonst - Hausarbeit. Wegen Ostern (oh Gott, fast hätt ich das garnicht mitbekommen) gibt es nun ein langes Wochenende, dass ich in Toronto verbringen werde, zwecks Einleben im neuen Heim, ein bisschen Arbeiten und weiterer Erkundungstouren, die natürlich fotografisch hier dokumentiert werden.
Euch jedenfalls schonmal allen: frohe Ostern!
Mittwoch, 31. März 2010
Montag, 29. März 2010
Südwest
Der Südwesten ist eigentlich die Himmelsrichtung, in der man ein grünes, verlockendes Leuchten sieht. Grün gilt ja als Farbe des Lebens, der Pflanzen und des Frühlings... dafür steht der vielfrequentierte Sobeys. Allerdings ist Grün auch die Farbe der Unerfahrenheit! Und das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen, deshalb bin ich mal weiter gelaufen... um auch diese Gegend Waterloo's in meiner Erinnerung speichern zu können.
Nunja, was gabs da zu sehen... dort stehen, ab und an unterbrochen von kleinen, naturbelassenen Buschabschnitten, kleine einheitsgeformte Villages mit so klangvollen Namen wie Clair Hill, Beechwood oder Laurelwood. Spießig. Alle Häuser sehen gleich aus. Alles ist eingezäunt. Es gibt sogar an manchen "Villageeingängen" sowas wie Portiers. Dazu gehört natürlich die in Nordamerika allseits beliebte "Neighbourhood Watch"-Community. Da petzt jeder, was er so während der langen Tage am Fenster zu sehen bekommt! Da hat der Police officer, der auf seinem old-school Motorrad mit Tim Horton's Café (wie ausm Film!) an mir vorbeidüste, ausgedient, würd ich sagen. Allerdings war ich mit meinem 1-std. Spaziergang plötzlich so weit draußen, dass mich jeder nett anlächelte und begrüßte, sogar die Bisamratten! Schön, wie schnell man in die Community aufgenommen ist. Wäre doch aber möglich, dass ich nur in eines der Einheitshäuser gehen wollte, denn die Kanadier (von Scott bezeugt) lassen ja die Türen eh immer auf... auch bei unserer künftigen Vermieterin wird das so sein und so könnt ihr euch unser verdattertes Gesicht vorstellen, als wir nach einem Schlüssel gefragt haben und sie uns das Obige erklärte.
Nun gut, wenn ihr also mal in der Nähe seid - kommt doch einfach rein! "Ist offen!"
Nunja, was gabs da zu sehen... dort stehen, ab und an unterbrochen von kleinen, naturbelassenen Buschabschnitten, kleine einheitsgeformte Villages mit so klangvollen Namen wie Clair Hill, Beechwood oder Laurelwood. Spießig. Alle Häuser sehen gleich aus. Alles ist eingezäunt. Es gibt sogar an manchen "Villageeingängen" sowas wie Portiers. Dazu gehört natürlich die in Nordamerika allseits beliebte "Neighbourhood Watch"-Community. Da petzt jeder, was er so während der langen Tage am Fenster zu sehen bekommt! Da hat der Police officer, der auf seinem old-school Motorrad mit Tim Horton's Café (wie ausm Film!) an mir vorbeidüste, ausgedient, würd ich sagen. Allerdings war ich mit meinem 1-std. Spaziergang plötzlich so weit draußen, dass mich jeder nett anlächelte und begrüßte, sogar die Bisamratten! Schön, wie schnell man in die Community aufgenommen ist. Wäre doch aber möglich, dass ich nur in eines der Einheitshäuser gehen wollte, denn die Kanadier (von Scott bezeugt) lassen ja die Türen eh immer auf... auch bei unserer künftigen Vermieterin wird das so sein und so könnt ihr euch unser verdattertes Gesicht vorstellen, als wir nach einem Schlüssel gefragt haben und sie uns das Obige erklärte.
Nun gut, wenn ihr also mal in der Nähe seid - kommt doch einfach rein! "Ist offen!"
Sonntag, 28. März 2010
Ondatra zibethicus
Habt ihr schonmal ne Bisamratte gesehen? Wahrscheinlich. Ursprünglich nur in Nordamerika beheimatet wurde sie nämlich nach Europa geschleift und hat sich dort auch ordentlich verbreitet. Hier bekommt man sie allerdings sogar recht oft zu sehen, beispielsweise als Straßenpizza am Rande liegend oder bei Regen auch gerne mal auf der Wiese hockend, genauso wie in dem kleinen Video, das nachfolgend anzusehen ist. Eigentlich sind Bisamratten garkeine Ratten, sondern Wühlmäuse - und davon ist die Ondatra zibethicus die größte ihrer Art. Bisamratte ist eigentlich auch garkein netter Name (Ratten sind ja eh zu unrecht verachtet), bedeutet "bisam" (vom türk. "besem") doch Geruch. "Bisam" ist allerdings auch ein anderes Wort für "Moschus" (wer hätte das gedacht?) und damit ist schon klar, worauf der Name abzielt: auf einen Geruch den die Bisamratte gerne mal absondert, der moschusartig ist. Tolle andere Namen für das Tier mit dem seltsamen Schwanz sind auch Moschusratte, Zwergbiber, Bisambiber, Zibetratte, Sumpfkaninchen, Sumpfhase und Wasserkaninchen. Da ist also für jeden was dabei. Dass die Gute etwas unbeholfen aussieht auf dem Video liegt übrigens daran, dass Bisamratten bestens an das Wasser angepasst sind. Der Rücken übrigens ist nicht viel nasser (weils ein bisschen so aussieht) als der Rest. Der Streifen (trocken schön glänzend) ist der Grund dafür, dass Bisamratten auch gerne als Pelz getragen werden (Schande!). So und jetzt hier unten auf den Pfeil, "Play", drücken:
Samstag, 27. März 2010
hi, ha, hiking
Bevor es mich in die Großstadt zieht, muss ich doch noch ein bisschen die Vorzüge einer Provinzstadt ausnutzen. Die wären beispielsweise, dass man garnicht so lang braucht, um mal aus der Urbanität zu entflüchten. Dafür gibt es (wie unten schonmal beim letzten Winterspaziergang erwähnt) zum Beispiel die Laurel Creek Conservation Area. Da das Wetter, wie immer, Kapriolen schlägt, war es heute schlagartig wieder schön (bei ca. 7°C) und deswegen sind wir also mal ne Runde ins kanadische Buschland gestapft:
Mittwoch, 24. März 2010
Walking
Draußen wirds wieder wärmer (nachdem die Temperaturen zwischenzeitlich wieder auf um die 0°C herabgestürzt sind), die Uniarbeitsleitung läuft zurzeit auch etwas heiß, aber das letzte Referat ist Montag über die Bühne gegangen und jetzt warten noch zwei Response Paper, zwei Hausarbeiten und weiterhin Masterarbeitskonzeption. Zeit also, mal rauszukommen und nen bisschen Luft zu schnuppern. Gestern übrigens wurde ich fast von einer Kanada-Gans übern Haufen geflogen. Die hatte mich wohl im Landeanflug durch die Bäume übersehen, ich konnte gerade noch stoppen und hab nur den linken Flügel abbekommen. Verdattert standen wir dann allerdings beide da (die Landung verlief noch glimpflich). Schön war seine (die männlichen Gänse sind größer) Gefährtin, die hatte es geschafft vorher zu landen und quäkte was das Zeug hielt. Das war sicher nichts Nettes, weder für ihn, noch für mich ;) Nun aber zum 'Walk', mit Henry David Thoreau übrigens ist der Spaziergang die Möglichkeit des täglichen Ausstiegs aus der Gesellschaft. Ita est! Praege:
Sonntag, 21. März 2010
Frühlingsanfang, synonym auch Calis und Ellis Geburtstag
Oh Leute, wie sehr merkt man doch, wie Ihr fehlt, wenn sowas wie Geburtstag ist. An meinen Geburtstag möchte ich mich kaum zurück erinnern... Gestern haben wir ein bissl Calis Geburtstag gefeiert, was bedeutete, dass Skype lief bis der PC heiß wurde und am Abend ein Querschnitt aus neurotischen, netten, interessanten, schüchternen und redewütigen Studis begutachtet werden konnte. "Wer bin ich" mit Leuten aus verschiedenen Kulturkreisen zu spielen, hat schon was; dass Donald Duck, Jimi Hendrix oder Goethe dann nicht bekannt sind, ist auch ne spannende Erkenntnis. Nur diverse Rollenspiele, die am Abend abgezogen wurden, wären wirklich ersetzbar gewesen. Außerdem haben so viele Menschen gefehlt...
Samstag, 20. März 2010
He's back!
Mittwoch, 17. März 2010
Mitternächtliche ice cream-Mission (MicM)
Eigentlich gibts dazu gar nicht viel zu sagen. Wir haben unsere Schlafanzughosen spazieren getragen, uns eine unkonventionelle Kopfbedeckung gesucht (inspiriert von meinen Kathakali und sonstewat Inszenierungen von "Faust", die ich zurzeit erleiden muss) und uns - richtig - nur Schrott in essbarer und verdammt köstlicher Form gekauft, um dabei ein bisschen Schabernack im nächtlichen Waterloo und beim angestammten Sobeys zu treiben:
Wer uns assi nicht mag, hat uns gestylt nicht verdient. Oder so ähnlich.
Guckt mal, die zwei Vollidioten da aufm Supermarktparkplatz. Haben wohl kein Zuhause...
Cali beschwört die Geister und schon beginne ich zu schweben... Mysteriös.
Calis Feuerkunst. Ohne Feuer.
Verrückt vor Konsum.
Geil, Joghurt!
Die Beute.
Und gute Nacht!
Dienstag, 16. März 2010
Huch...
...da regnet es mal drei Tage am Stück und schwupp ist Frühling. Seltsame Version von vorgezogenem Aprilwetter irgendwie. Und auf einmal gestaltet sich der Blick aus meinem Fenster folgendermaßen:

Irgendwie war ich darauf noch nicht vorbereitet (fürs Sommerfeeling müssen nur Rasen und Bäumchen wieder grün werden), aber der Zwang dann heute im T-Shirt zur Uni latschen zu müssen (wg der Wärme natürlich), war doch relativ reizvoll. Schlägt der Winter allerdings nochmal zurück (nachts sind immerhin noch so -3°C), hätte ich damit kein Problem. Ich mag meine Stiefel und meine Jacke! Allerdings mag ich Herman (heute erste Sichtung nach Winterschlaf!), Biber (gestern Abend) die an einem vorbeihuschen und im Flug (aus Absturzangst?) meckernde Kanada-Gänse auch...
Irgendwie war ich darauf noch nicht vorbereitet (fürs Sommerfeeling müssen nur Rasen und Bäumchen wieder grün werden), aber der Zwang dann heute im T-Shirt zur Uni latschen zu müssen (wg der Wärme natürlich), war doch relativ reizvoll. Schlägt der Winter allerdings nochmal zurück (nachts sind immerhin noch so -3°C), hätte ich damit kein Problem. Ich mag meine Stiefel und meine Jacke! Allerdings mag ich Herman (heute erste Sichtung nach Winterschlaf!), Biber (gestern Abend) die an einem vorbeihuschen und im Flug (aus Absturzangst?) meckernde Kanada-Gänse auch...
Donnerstag, 11. März 2010
Super-GAU
Was wäre für euch das Schlimmste an Alltagstragödien, was während eines Auslandsjahres passieren könnte (für Beiträge bitte gerne die Kommentarfunktion nutzen :) )? Man denkt immer an sowas wie Zahnschmerzen, Weisheitszähne die raus müssen, Beinbruch wg Eisglätte und son Kram. Wenn man Brillenträger ist, trägt man natürlich auch noch eine besondere Schwäche (nicht nur die Sehschwäche...) mit sich herum: das Ding auf der Nase. Deswegen hier mein persönlicher Super-GAU im siebten Monat in der Ferne:
Oh Gott, oh Gott! Das kann doch nicht wahr sein!!! ... okay, beruhig dich... du hast noch Kontaktlinsen. Mist, die kann ich auf die Dauer nicht leiden. Die Sonnenbrille gibts auch noch (ziemlich ätzend, den halben Tag mit Sonnenbrille in der Bude zu sitzen und sich vor seinen Mitbewohnern zu verstecken, um nicht Erklären zu müssen...). VERDAMMT! Ich bin noch nicht bereit für eine neue Brille :( Nun gut, nicht gleich die Hoffnung aufgeben... Am nächsten Tag in die Stadt gedüst und Optiker abgeklappert. Der erste sagte gleich, das kann ich nicht lösen, ABER... er kenne jemanden, der das bestimmt hinbekäme. Okay, nach kurzer Orientierungslosigkeit auch die atzige Nebenstraßen-Mall gefunden und den nach Leumund als besten-Brillenrahmen-Reparateur-der-Gegend Gepriesenen aufgesucht. "Ken hat uns geschickt, bist du Ed oder Noah?". Jaja, so persönlich läuft das hier. Mein Problem war prompt dann auch "a tough one"... aber er hat es hinbekommen. Leider sieht meine Brille nun etwas lädiert aus (ein bisschen ist die Farbe von den entsprechenden Stellen beim Löten auch verschwunden und so), aber immerhin kann ich sie wieder aufsetzen und sie sieht nur ein bisschen schief aus (denn der linke Nasenbügel wurde etwas über der Bruchstelle wieder angelötet)... Die Dramen des Alltags:
Montag, 8. März 2010
Auslauf...
...im Strudel der Masterarbeits-Konzeption. Die Kurse finden noch bis zum 5.4. statt, im Anschluss werden zwei Hausarbeiten aus dem Boden gestampft, der Umzug nach Toronto steht an und dann geht es an das große Projekt (Vorfreude!!!).
Für heute hat es uns zu einer kleinen Wanderung in der strahlenden Nachmittagssonne zur Laurel Creek, einem Kleinod nicht weit vom Columbia Lake Village, verschlagen. Lange Rede, kurzer Sinn; ich lasse die Bilder sprechen:
Durchs lichte Wäldchen gehts zum See...
...der sich als weiße Fläche unter greller Sonne offenbart.
Ein Fels in der vereisten Brandung.
Hangel, Hangel. Äh, wo beginnt hier unterm Schnee eigentlich das Wasser???
Wäre ich eingebrochen, dann (man beachte) wenigstens frisch rasiert!
Harmony.
Hmm.
Und weitergestapft...
:)
Querfeld ein (im wahrsten Sinne des Wortes) mit langem Schatten in der untergehenden Sonne.
Für heute hat es uns zu einer kleinen Wanderung in der strahlenden Nachmittagssonne zur Laurel Creek, einem Kleinod nicht weit vom Columbia Lake Village, verschlagen. Lange Rede, kurzer Sinn; ich lasse die Bilder sprechen:
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