Samstag, 31. Juli 2010
A taste of Edmonton...
...ist der Titel eines derzeit in Edmonton, der Hauptstadt (des 'kanadischen Texas') Albertas, laufenden Festivals (Übersetzung: Eine Kostprobe von Edmonton). Und es kann eigentlich keinen besseren Titel für meinen Kurzaufenthalt in dieser Rocky Mountains-Trip Startbase geben. Um 18Uhr (hier ist es nochmal zwei Stunden früher als im Osten Kanadas) bin ich gelandet und wurde am Flughafen schon von meiner Kommilitonin Jill empfangen. Mein Flug war vier Stunden lang und ich war froh, dass der Pilot erst kurz vor Ende der Flugzeit mitleidig sagte, dass die Luft in Alberta immer so instabil sei und wir deswegen durch soviele Turbulenzen gehen mussten - ganz ruhig war der Flug also nicht, auch wenn man das Kleinkind bedenkt, das fies kalkulierend alle möglichen Tonlagen beim Schreien nutzte, um die Mutter noch mehr in den Wahnsinn zu treiben. Naja, ich hatte aber (es lebe das frühzeitige online Einchecken) einen Platz am Notausgang mit keinem Sitz vor meiner Nase, eng wurde es so also nicht. Außerdem gab es, das hatte ich nicht erwartet, ein Entertainment Programm wie auf einem Transatlantikflug und nachdem ich mir zur Hälfte nochmal den in Toronto gedrehten Film 'Chloe', eine Dokumentation über die Evolution des Hundes (das ist nämlich das Säugetier mit den vielfältigsten Ausprägungen - ja, tatsächlich!) und Shrek 3 (der schwächste von allen drei Filmen), war der Flug schon wieder vorbei. Kanada ist von Toronto bis Edmonton und noch ein Stück weiter (bis zu den Rockies nämlich) komplettes Flachland, wie die beste Lüneburger Heide. Zwischendurch der einzige Eyecatcher war der riesige Lake Superior und später dann der Saskatchewan River - dazwischen: nichts als Flachland und Felder. Edmonton selbst ist ein auf Minenarbeitertreffen zurückgehendes Städtchen mit ca. 800.000 Einwohnern, hat aber im Gegensatz zum unwesentlich größeren Ottawa, eine Skyline! Zudem hat die Stadt mit dem grünen Valley, das sich vor Dowtown erstreckt, mit einer der größten städtischen (wenn nicht gar die größte) weltweit, in der man problemlos auf 30km langen Wanderwegen sein Unwesen treiben kann. Die Innenstadt ist eher überschaubar (v.a. auch weil alle Straßen nur Nummern haben: 100 St., 185B Ave. usw.). Das kleine Festival auf dem wir waren, "A taste of Edmonton", funktionierte nach dem Prinzip: sich einmal um die Welt essen. Lauter kleine Stände mit Essen aus aller Herren Länder boten gegen vorher zu erstehende Coupons aller Leckereien an. Meine Highlights heute waren der Bison-Burger, ein frittierter Marsriegel, ein kanadischer Käsekuchen mit Erdbeeren, Frühlingsrollen und viele kleine andere Dinge (keine Angst, die Teller waren nie riesig, sondern mehr so größere Probierportionen) wie Süßkartoffel Pommes, einen Burger mit echter Alberta-Kuh, Chicken Penne etc.pp. (!) Danach sind wir mit den beiden Freunden von Jill (deren Namen ich schon wieder vergessen hab... ups) noch ins kleine urige Vergnügungsviertel nahe der University of Alberta gegangen und haben dort im Pub noch was getrunken - ich natürlich einen Ananassaft, mmmhhh... da ich nach eigentlicher Zeit schon zwei Stunden weiter bin, wurde ich schließlich aber ziemlich müde, was natürlich auch dazuführte, dass mein Englisch langsam zusammenbrach. Deswegen haben wir uns dann wieder auf den Weg ins kleine gemütliche Häuschen der Randalls gemacht (ihren Vater habe ich schon kennengelernt - sehr nett und lustig!), in dem ich ein rustikales Gästezimmerchen mit fürstlichem 2m breitem Bett hab. Man hab ichs gut (solch gute Gastgeber...), und man bin ich froh, mich nicht gleich auf eigene Faust durchschlagen zu müssten. Morgen um 6.30Uhr in der Früh gehts dann los, über Nordegg nach Jasper in den Jasper Nationalpark in den Rocky Mountains. Hauptattraktionen morgen: Wasserfälle, ein Gletscher und, natürlich, Berge. Also muss ich jetzt ganz schnell schlafen! Vorher aber noch ein paar wenige Fotobeweise (nach drei Monaten Toronto bin ich glaube ich etwas stadtgesättigt...):
Auf dem Churchill Square (Churchill war bekennender Kanada-Fan!) mitten in Downtown, vor der mit einer Pyramide gekrönten City Hall (die mögen hier Pyramiden, ist nicht die einzige!)...
...gabs viele kleine Stände, mit vielen kleinen Leckereien...
Zum Beispiel mit meinem echten Bisonfleisch-Burger. Bison schmeckt ähnlich wie Rind, aber ist viel fettärmer und mutet qualitativ aber viel besser an...
...oder hier mein ziemlich anstrengender frittierter Marsriegel. Hinter mir übrigens: Die Art Gallery of Alberta, die äußerlich wohl versucht, Libeskind mit dem ROM in Toronto Konkurrenz zu machen...
Und hier noch ein kurzer Blick auf die Skyline Edmontons über das Flusstal des Saskatchewan Flusses.
Freitag, 30. Juli 2010
Farewell, Toronto...
Im allgemeinen Pack- (trotz reichlicher Gepäckabgabe hat der große Rucksack noch 16,5kg), Aufräum- und Saubermachen habe mich noch an die Aufgabe gemacht, mir durch den Verkauf von Fahrrad und Gitarre ein bisschen Taschengeld zu verschaffen (bzw. die sauteuren Bindungen der Masterarbeit zu finanzieren - $85!). Die Gitarre sollte eigentlich an einen Pappenheimer aus Deutschland (ein designierter Nachfolger) verkauft werden, aber da, wie mir mitgeteilt wurde, das Bafögamt neuerdings keine Gründe mehr für eine Nicht-Überweisung der Zuwendung nennt (so einen Blödsinn hab ich schon lang nicht mehr gehört...), wurde das nichts. Zum Glück hatte ich einen Geistesblitz der mich zur online Kleinanzeigen-Seite Kijiji (vorsicht, man fängt an zu schielen, wenn man zu lang auf die i's und j's starrt) führte. Also Gitarre und Fahrrad eingestellt und sich dem E-Mail-Hagel (ich wollte es auch erst nicht glauben) hingegeben. Neben unseriösen Futzis die statt $85 $40 für die Gitarre geben wollten oder fünf Mails schreiben, bis sie es sich anders überlegen, habe ich mir dann gezielt zwei zuverlässig und wirklich interessiert wirkende Mädels rausgesucht. Die eine, Austauschstudentin aus Asien, war am Rad interessiert und kannte so ziemlich alle SMS-Abkürzungen, die es im Englischen gibt (gut, dass das Internet auch ein großes Wörterbuch ist). Bevor wir uns dann am nächsten Tag getroffen haben, sagte sie mir noch schnell, wie ich sie erkennen könne: Sie habe schwarze Haare und eine braune Lederhandtasche! - Ähem, jaa... nunje - Das ist schon selten, wenn manche Stadtteile zu über 75% von Asiatischstämmigen bevölkert sind. Nunja, mit einem Schmunzeln habe ich mich auf den Weg gemacht und auf jemanden verwirrt Dreinblickenden getippt (vielleicht, weil sie erkennt, wieviele um sie herum schwarze Haare usw...) und siehe da: Yuka mäanderte etwas unsicher durch die Gegend, fiel beim Probefahrn beinahe hin, sprach Englischfetzen, bei denen es sich lohnt hier ein bisschen Zeit zu verbringen (oh, ich hab ein Déjà-vu während ich dies schreibe) und gab mir schließlich meine gewünschten $35 für die Fahrradgurke, die ich im April im Müll gefunden habe - Strike! Dann gings ab nach Waterloo, um die Masterarbeit zum Binden zu geben, letzte Bürokratie zu erledigen, sporadisch (war kaum jemand da) Tschüss zu sagen, Haitham nochmal kurz zu treffen (darüber hab ich mich gefreut!), nochmal fix vor den 'wichtigsten' Unigebäuden stehen zu bleiben und mir im Kopf zuzuflüstern: "Das ist also nun deine erste Alma mater." Übrigens habe ich rausgefunden, dass mein Master nicht nur "Germanistik" heißt, naheeein, ich bin nun offizieller Meister in "deutscher Literatur- und Filmwissenschaft"! Ein bisschen wehmütig habe ich mich dann wieder in den Greyhound geschwungen und bin am Abend nochmal meiner Funktion als Filmwissenschaftler nachgekommen, es gab: "Avatar". Interessante Klamotte. Neben schwacher Story, schoß mir zuerst Karl May in den Kopf. Karl May in sehr modern und science fiction-mäßig, aber mit dem abergläubischen und naturverbundenen Ureinwohner Volk, das ohne den weißen Mann aus der technokratisierten Welt nicht überleben würde (man denke hier an den Henrystutzen). Wie auch immer, guckbar war der Film auf jeden Fall und wenn Filme eine spannende Diskussionsgrundlage bieten: um so besser. Blöd nur: war keiner da. Achja, ich hab noch eine Vorschau von "Inception" gesehen, der nun in Deutschland erscheint. Oh Gott, man kann sich synchronisierte Filme wirklich nurnoch schwer angucken, wenn man ins kalte Englisch-Kino-Wasser getaucht ist. Aber schaut ihn euch an, bin gespannt was ihr von ihm haltet. Ich fange an rumzuschwafeln, wa? Nun ja, das ist gerade ein kleiner Outputmangel glaube ich, ich mach also mal weiter: Heute morgen hab ich übrigens noch schön unkompliziert meine Gitarre verschleudert. Auch schön. Emily ist glaub ich 16 oder so, etwas verschüchtert, nervös und Gitarren-Anfängerin. Da ist die Gitarre doch gut aufgehoben, sie wusste sie wenigstens zu schätzen! Nunja, ansonsten blieb mir heute nurnoch weiteres Aufräumen, Reste essen, Wegschmeißen, Rucksack justieren und schonmal ein bisschen nach Hostels gucken (das ist teilweise genauso deprimierend wie Horcrux-Suchen!). Aber man will den Bären ja nicht ihre Schlafplätze streitig machen. Nun denn trete ich also die letzte Nacht in Calis und meinem Zuhause für die letzten drei Monate an. Ab morgen bin ich wieder Tourist. Was ich davon halten soll, weiß ich noch nicht so ganz.
Dienstag, 27. Juli 2010
Nächtliche Raubzügler
Seit den 1950er Jahren treiben des nachts ganz besondere zu Gangs zusammengerotte Gesellen ihr Unwesen: die Waschbären. Geht man in der Dämmerung oder eben nachts durch die Nebenstraßen der Stadt passiert es häufig, das etwa 50-70cm lange bucklig-laufende Tiere, mal einzeln, aber oft in Paaren oder noch größeren Gruppen, die Straße überqueren. Dann ist es wieder soweit. Die Müllgang (getarnt mit der typischen schwarzen Gesichtsmaske) reißt um und zerfetzt was nicht niet- und nagelfest ist. Putzig sehen sie ja schon aus, die kleinen Tiere, die zwar äußerlich und v.a. wenn man den Schädel betrachtet mehr mit Madern als mit Bären gemein haben, doch die Genetik sagt da anderes. Die Tiere waschen übrigens nicht wirklich - dieser Name (der vornehmlich in europäischen Sprachen besteht) bezieht sich vermutlich darauf, dass die Tiere einen außergewöhnlich guten Tastsinn besitzen und so ihre Beute (eigentlich alles kann Beute sein, egal ob Pflanze oder Fleisch) vor dem Verzehr ausführlich in den Händen halten und betatschen. Einerseits, um sich darüber klar zu werden, was das eigentlich ist und andererseits, um alles Unerwünschte zu entfernen, sinngemäß also zu säubern. Dass die Tiere zu trockene Nahrung in Wasser aufweichen, soll auch schon beobachtet worden sein, allerdings ist dies in der Natur kaum verbrieft - und die Gefangenschaft ist nun ja nicht immer repräsentativ. Sie zeigt aber deutlich, wie klug die Tiere sind. Auch nach 3 Jahren können sie sich an bestimmte Lösungsansätze erinnern. Auch in der indianischen Mythologie gelten die Tiere (zurecht also) als klug und nehmen den Platz ein, den bei uns die Füchse inne haben: Sie tricksen die Feinde ordentlich aus. Für die nächsten 3 Jahre wissen sie nun vermutlich, dass ich sie heute Nacht genervt habe... Als ich - nach zwei erfolglosen Versuchen, einen Film zu gucken - beide furchtbar unansprechend - nochmal vor die Tür treten wollte, um ein bisschen Luft zu schnappen (warum, verdammt, hat nur unser Haus keine Veranda im Gegensatz zu fast allen anderen...), da stand mir ein Waschbär zu füßen. Beide gleichermaßen erschrocken wichen wir zurück. Natürlich hatte ich die Kamera nicht bei, beschloss dann aber, mich ein bisschen auf die Treppen zu setzen und das allnächtliche Schauspiel ein bisschen zu beobachten. So durfte ich Zeuge davon werden, wie die Tierchen über die Straße huschten, sich gegenseitig anmotzten und schrien (so wie vorgestern nacht, als einer von ihnen über unser Gartentor klettern wollte - erfolglos), rumfiebsten und scharrten, gekonnt Bäume erklimmten (auch dafür werden sie gehasst - sie fressen die Obstbäume leer), allein, zu zweit und zu fünft durch die Gegend rannten und ... eine paranoide blöde Meckertante nach ein bisschen Fotogemache mit dem Objektiv fast am Baumstamm nervös wurde und mich fragte, was zur Hölle ich da tue. Worauf ich sagte: "Fotos machen. Von den Waschbären." - "Aha, (sie guckt mich mit einem Bist-du-völlig-blöde?-Blick an) und wozu?" - "Na bestimmt nicht, um SIE zu ärgern." - Dann hat sie das Fenster zugeknallt und ihr Handy gezückt, woraufhin ich mich lieber unauffällig aus dem Staub gemacht hab. Son junger, bösaussehender Mann wie ich, mit runder Brille, Kamera, Leinenhemd und barfuß - da sollte man schon vorsichtig sein! Blöde Hexe. Egal. Trotzdem hab ich ein paar schöne Schnappschüsse der hübschen Viecher machen können. In Waterloo waren es Hermans (übrigens haben wir Herman neulich beim Kurzbesuch in Waterloo im CLV besucht) und hier sind es (neben Haushörnchen Brownie) die Raccoons (so der englische/indianische Name). Tada:
Manche schlagen sich gemeinsam durch - hier fühlen sie sich wohl: in Hinterhöfen mit vielen Mülltonnen...
Ich glaub hier flüchten sie schon vor mir, husch auf den Baum!
Hier merkt er sich wahrscheinlich mein Gesicht, oder eher, das Geräusch meines Atems oder so. Denn Waschbären sehen ähnlich gut wie Menschen, was in der Tierwelt also recht grottig ist. Dafür können sie, wie gesagt, hervorragend tasten und - das ist ihr Highlight - so gut hören, dass sie sogar nen Regenwurm wühlen hörn.
"Schnell! Hinterher! Alle ins Baumloch!"
Ganz oft halten sie still, vielleicht denken sie dann, man sieht sie nicht. Das ist auch der beste Trick, um die Raccoons zu täuschen: nicht bewegen. Die verlassen sich eben nicht auf die Augen.
Ein letztes Posieren, bevor die Hexe zu krähen anfing und sowohl die Tierchen als auch mich verscheuchte...
Das Post-Graduierten-Loch - fallen oder nicht fallen? Das ist hier die Frage...
...an dieser unglaublich einfallslosen Shakespeare-Anleihe ist wahrscheinlich schon bestens zu erkennen, was momentan so los ist: Höllisch viel oder aber Garnix. Um nicht in ein burnout-artiges Post-Master (nicht Briefmeister) Loch zu fallen, ist es geboten, Pläne zu machen, sich zu beschäftigen und so weiter und so fort (etc.pp.!)... Seit der Verteidigung ist gewissermaßen auch Einiges passiert. Das Übelste wenn man so will: Cali ist abgereist. Das Beste: Die Flüge für den 'Ich-belohne-mich-für-meinen-ersten-Uniabschluss-selber"-Trip in den Westen Kanadas (Rockies, ich komme!!!) sind gebucht. Aber von vorn. Am 25.7. ist Cali nun nach 5 Monaten also wieder nach Deutschelande geflogen. Die Tage zwischen Verteidigung und Abflug versucht man natürlich, übermäßig idealisiert, perfekt zu gestalten - bis man sich bewusst wird, dass das eigentlich Quatsch ist. Vor allem der Regen hat uns das gezeigt. Trotzdem sind wir nochmal nach Downtown gejuckelt, haben bei unserem Lieblingsinder in der Queen St. gegessen und dann festgestellt, dass wir eigentlich garkeine Lust auf Downtown haben (uns aber irgendwie gezwungen fühlten, dort nochmal hinzudüsen). Also haben wir unsere Ansprüche gesenkt und uns auf das Wesentliche konzentriert: gemeinsames Zeitverbringen. Ist garnicht so wichtig wie und wo. Hauptsache gemeinsam. Diesen Druck von den Schultern genommen, klappte das auch gleich viel besser. Am vorletzten Tag haben wir dann noch getan, was wir uns schon lange vorgenommen hatten: von uns aus (Eglinton/Yonge) die Yonge St. (zur Erinnerung: die längste Straße der Welt) bis nach Downtown runterschlappen. Das ist so wie mit dem Jakobsweg, wenn Touristen die letzten 100km gehen und dann die Urkunde wollen - nur ohne Urkunde! Gesagt, getan. Auch im immer wieder strömenden Regen (darum keine Fotos) und mit der Feststellung, wie unterschiedliche die einzelnen Bereiche der Yonge St. doch sind. Dort gibts St. Clair oder Rosedale, sowie Bloor oder College - und alle Bereiche (früher - wie Rosedale - teilweise eigene Örtchen) haben ihren ganz eigenen Charme. Danach gabs das obligatorische Abschiedsessen bei Wendy's, anschließend eine friedliche Abschiedsrunde mit unserer Gastfamilei Zuhause (denn ich habe die ganze Woche sturmfrei, die Baggage ist auf Urlaub!) und schließlich den Abreisetag... Wir hatten früh online eingecheckt und so erwartete Cali gleich ein Trost im Flugzeug: ein kostenloses Upgrade auf die erste Klasse! Man, sowas müsste mir mal passieren. KLM lässt den allerersten eincheckenden im Sommer in der ersten Klasse fliegen! Das Gepäck ging auch problemlos durch und so bin ich inzwischen wieder auf einem Besitztümerlevel angekommen, der reisetauglich ist. Dafür musste Calis Rucksack aber auch bis zur letzten Naht gepackt werden und bildete danach einen großen rechteckigen Backstein, den die Besitzerin mutig durch Toronto bugsierte. Ich bin nach Abschiedszeremonie am Flughafen natürlich wieder nach Hause getippelt (1 1/2 Std. mit Bus und Bahn, man man man) und hab anschließend versucht mein Leben hier langsam etwas aufzuräumen. Nagut, erst hab ich mich mit Reportagen ohnmächtig geguckt und versucht, mich an die Geräusche des Hauses zu gewöhnen. Nichts zeigt einem besser das man allein ist, als ein leeres Haus! Dann aber ging es mal ums Flüge buchen. Als eigene Belohnung mache ich noch eine Rucksacktour in den Westen, um auch noch die letzte Kohle rauszuschleudern (teures Kanada!)! Am Samstag (31.7.) fliege ich nach Edmonton, wo ich mich mit meiner Kommilitonin Jill treffe (die dort wohnt). Nach einem Abend in Edmonton geht es dann am Sonntag gleich in die Rocky Mountains (ca. 220km entfernt - also ein kanadischer Katzensprung) zum Wandern! Am Montagabend verlässt mich Jill schließlich wieder (sie muss zurück nach Waterloo) und setzt mich dann am Ort meiner Wahl ab (Banff in den Rockies oder Calgary - ich tendiere zu ersterem) und dann werde ich mir hoffentlich die Füße wund laufen (ohne den Wundeffekt) und wandern, wandern, wandern. Mein Rückflug schließlich geht am 28.8. von Vancouver (dem Endziel) nach Toronto, wo ich nochmal zwei Nächte zubringe, um schließlich am 30.8 (+1 Tag). nach Deutschland zurückzukommen. Nun geht alles Schlag auf Schlag. Letzte Bürokratie erledigen (die Masterarbeit binden lassen, Fahrrad und Klampfe verkaufen z.B.), wesentlichen Abschied von Toronto nehmen (heute vom ROM, morgen der Art Gallery - übrigens ist mir heut auf dem Mount Pleasant-Friedhof wieder ein Fuchs begegnet! - dem Kiez, unserem kleinen Zuhause usw.), die Reise planen, packen, alleine klar kommen, den mentalen Verarbeitungsmechanismus in Gang bringen und sich auf die Rückkehr nach Deutschland vorbereiten. Es gibt also allerhand zutun. Die Devise ist: bloß nicht von den ereignisreichen 11 Monaten oder der "Es-neigt-sich-gen-Ende"-Hektik lähmen lassen.
Übrigens: Da ich gemerkt hab, dass das Haus hier noch garnicht von innen vorgestellt wurde, hole ich das nun kurz mit ein paar Bildern nach. Auch um für mich die Erinnerung zu wahren, wie ich mein Haus auf KEINEN FALL einrichten würde:
Die Mitbewohner bei ihrer Leidenschaft: Tanzen! In der Mitte die Hausherrin und Knalltüte vom Dienst, Branka, vermeintliche Zahnärztin, zunehmende Alkoholikerin, die entdeckt haben will mit ihren Händen heilen zu können, was ihr wahrscheinlich einer der Sektenfreunde oder die Kräfte des Universums geflüstert haben. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Das alles kam erst in den letzten Wochen auf und war am Anfang noch nicht so. Vorher war alles unproblematisch und auch in ihrer neuen Form (hust...) ist Branka nachwievor nett - ich konnte ja schließlich meine Arbeit hier gut zu Ende bringen. Doch der Zeitpunkt zu gehen, ist der richtige... Links noch Danny, 8 und rechts Luka, 13.
Viele Häuser sind hier schlauchförmig. Auf dem Bild sieht man den Eingangsbereich, bzw. Wohnzimmer Nr. 1 und schon hier wird eine vermeintliche Pottery Barn-Affinität deutlich, oder: Pseudostil.
Der Essbereich in Blickrichtung Wohnzimmer (das wirkliche diesmal) Nr. 2.
Die neue Küche. Von irgendwelchen befreundeten kroatischen Schwarzarbeitern (die haben hier ein Netzwerk sag ich euch!) eingebaut und deswegen nicht ganz wasserwaagengerade.
Das Wohnzimmer und mein Hauptaufenthaltsort im gerade sturmfreien Zustand.
Unser Bad. Die Hausherrin hat nen Zimmer mit begehbarem Kleiderschrank (mit ungefähr 120 Paar Schuhen), kleiner Sauna, edel gefließtem Bad und riesiger Luxusdusche. Hilft aber auch nix, wenns unten aus der Decke tropft, während man duscht... da muss wohl mal wieder einer der kroatischen Freunde kommen...
Und hier nochmal der Blick vor der Haustür: die Straße nach links geguckt...
...und die Straße nach rechts geguckt.
Übrigens: Da ich gemerkt hab, dass das Haus hier noch garnicht von innen vorgestellt wurde, hole ich das nun kurz mit ein paar Bildern nach. Auch um für mich die Erinnerung zu wahren, wie ich mein Haus auf KEINEN FALL einrichten würde:
Keine Sorge, ich bin mir sicher, dass es spätestens ab Sonntag/Montag wieder konsistentere Einträge mit hoffentlich beeindruckenderen Bildern gibt. Ich kann es jedenfalls noch garnicht fassen, am Sonntag bereits in den Rocky Mountains zu sein! Guten Morgen nach Europa!
Donnerstag, 22. Juli 2010
Darf ich vorstellen: Alexander Fischer, Master of Arts (MA)
(Ich bin müde. Daher heute der Gastbeitrag einer Augenzeugin):
"Es ist vollbracht! Alexander Fischer hat jetzt ganz offiziell seinen Meisterbrief in der Germanistik erhalten!!! Jiiiiiiiiiiiiiippppppppppppppppppppppppppiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeee! Zur Feier des Tages meldet sich daher heute nicht Alex selbst, sondern die Korrespondentin Cali, die seit gestern Abend bis heute Mittag mitgefiebert hat. Nachdem wir gestern schon nach Waterloo gefahren sind, in unser schönes Zimmer eingecheckt haben, ausgiebig über den Waterloo'er Campus spaziert sind, danach bei Harvey's Burger aßen und im Anschluss noch für mich Popcorn kauften, fanden wir, dass wir einen schönen Abend verbracht haben. Doch nichts sitzt so schwer im Magen, wie eine anstehende Prüfung - hier ein Beweisfoto:

Das war eine Stunde vor Prüfungsbeginn... Nach respektablen 5 Std. Schlaf und weiteren 3 Std. Rumgedöse. Der Magen war flau, die Nahrungsaufnahme schleppend... Wir sprachen nur wenig... Dann gings auf zur Prüfung... Ein paar Leute waren schon da und faselten was von „Ja, das wird schon, du kannst das bestimmt voll gut (blabla)“... Alex wurde von drei Dozenten geprüft, die als besonders harte Hunde gelten, und war dementsprechend ein bisschen blass, als diese den Raum betraten. Nach einem kurzen Vortrag (Vorstellung seines Themas), wurden die Hunde dann von der Leine gelassen. Die Show begann. Jetzt hieß es nur noch: Konzentration. Und nun, ganz exklusiv, ein Interview mit dem frisch gebackenen Meister:
Carolin Richter (CR): Lexi Fischer, wie haben sie sich während gefühlt? Können sie uns einen Eindruck ihrer Gefühle geben?
Alexander Fischer (AF): Am Anfang etwa so, wie ich wohl ausgesehen hab: etwas blass. Die Begrüßung und die Dankesworte gingen ganz gut, der Vortrag auch, doch statt kurz Verschnaufen zu können, kam direkt eine der schwersten Fragen, über die ich mir dauernd den Kopf zerbrochen hab - da hab ich ein bisschen gestrauchelt, aber einfach angefangen zu reden, zu reden, zu reden. Ich weiß, bei dieser Frage nicht ganz zu meiner eigenen Zufriedenheit (ein paar Dingen fielen mir einfach nicht mehr ein - doch das hat, außer Cali, niemand bemerkt), doch es hat mich in einen Rhythmus gebracht. Da konnte ich schnell merken, dass ich solche Gespräche eigentlich mag. Wobei eine Verteidigung nun doch anders ist, als ein sogenanntes 'Fachgespräch' (das ist der Euphemismus für 'Prüfung' in Deutschland). Man muss sich eben verteidigen, nicht ganz so zimperlich sein und ganz nach der Hundebiss-Anweisung: Den Arm beim Biss nicht wegziehen, sondern still halten und zurückschlagen, wenn losgelassen wurde. Im Anschluss wurde es also besser, v.a. nachdem man sich an den doch teilweise harschen Ton gewöhnt hatte und sich ein bisschen Respekt ggü. den Prüfern verschaffen konnte. Herr Boehringer und Herr Mueller musste man allerdings zu nehmen wissen.
CR: Welche Frage fanden sie im Laufe der Prüfung besonders unangenehm?
AF: Ui, an alle Fragen kann ich mich garnicht erinnern. Wenn ich eine Frage unangenehm fand, dann weniger wg. des Inhalts, als mehr wg. meiner sinkenden Konzentration. 110 Minuten sind dann noch ne lange Zeit. Bei Muellers Teil der zweiten Fragerunde war ich etwas matschig in der Birne und deswegen etwas ungeduldig beim Abwarten des Endes.
CR: Herr Fischer, sie mussten von den 110 Minuten Prüfungszeit auch 20 Minuten auf Englisch Fragen beantworten. Dabei wirkten sie sehr souverän. Haben sie sich darauf speziell vorbereitet?
AF: Um ehrlich zu sein: nein. Zwei Semester Studium auf Englisch, englischsprachige Betreuung durch Dr. John, das ständige Englisch im Alltag (v.a. mit meinen legendären Mitbewohnern von Januar bis Ende April im CLV) haben ihren Nutzen gehabt. Ein bisschen hab ich mich auf den Englischteil sogar gefreut.
CR: Wie würden sie ihre Prüfer beurteilen?
AF: Um einen berühmten TV-Formatstitel zu zitieren: Hart aber fair. Herr Mueller hat einen etwas fiesen Gesichtsausdruck und war außerdem - der Hauptgrund für meiner Nervosität - 'der große Unbekannte'. Von Herrn Boehringer wusste ich, dass er bissig ist, aber Humor hat. Damit komme ich ganz gut klar. Bin ja selber ein bisschen so im Hinsicht auf Studieninhalte. Dr. Johns erste Frage nach meiner Verwendung von "etc.pp." fand ich etwas verwirrend - war aber erleichtert, dass auf mein Nachfragen hin, ob jemand die genaue Übersetzung - die Bedeutung kennt man ja - von "pp" wisse, niemand antworten konnte. Aufgelöst hat es unsere Bibliothekarin (bei der ich mich gefreut hab, dass sie auch anwesend war) Helena: pp heißt lat. "perge, perge" = "so fort, so fort". Nachdem er das erwähnt hat, habe ich übrigens, als ultimativer Ausdruck der Nervosität, dauernd "etc.pp." gesagt. Hmpf.
CR: Was war ein schöner Moment in der Prüfung? Wofür haben sie großes Lob erhalten?
AF: Dafür, dass ich beweisen konnte, über den Horizont meiner eigenen Arbeit hinausdenken zu und auch externes Wissen zur Beantwortung von Fragen heranziehen zu können. Beim literaturtheoretischen Themen wie Topos zum Beispiel oder historischen Verbindungen.
CR: Wie fühlt man sich mit einem Master in der Tasche, mit 24 Jahren?
AF: Gerade ein bisschen leer und natürlich auch stolz. Übrigens war das heute die erste Defence der Saison. Die anderen schreiben noch :)
CR: Ich danke für das Gespräch.
AF: Ich habe zu danken - v.a. für die Unterstützung!
Am Ende hieß es, "Bestanden, mit kleineren Änderungen" - allerdings ist dies eher ein bürokratischer Zug. Denn er bedeutete letztendlich nur, dass alle inhaltlichen Anmerkungen der Prüfer ganz nach Dr. Johns und Alex' Gutdünken eingearbeitet werden können, oder eben nicht. Kleinere Änderungen heißt es aber eben auch, da es hier und da (trotz des Lobes für die gute Lesbarkeit der Arbeit) noch einen Kommafehler, Zitierfehler o.Ä. zu berichtigen gibt. Ein Bestehen ohne Änderungen gibt es also quasi nicht. Was jetzt noch wartet ist also bürokratischer Natur: die kleinen Fehler berichtigen, offiziell im Graduate Office alles abgeben, Unterschriften ableisten und zum Binden einreichen. Der Meisterbrief kommt dann im September.
Anschließend ist Alex dann noch mit den Dozenten im University Club edel essen gegangen und hat ein ganz tolles Chicken-Zwiebel-Käse-Panini gegessen, von dem er mir bereits seit Stunden erzählt...*ggg*
Die Verteidigung lief jedenfalls super - so gut, dass sein Dozent meinte, er wäre für eine Promotion sehr gut geeignet, trotzdem er etwas an seiner Sturheit arbeiten solle ;)
Na wenn das nicht mal gut klingt!
Ich bin sehr stolz auf dich Lexi, MA!!!"
"Es ist vollbracht! Alexander Fischer hat jetzt ganz offiziell seinen Meisterbrief in der Germanistik erhalten!!! Jiiiiiiiiiiiiiippppppppppppppppppppppppppiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeee! Zur Feier des Tages meldet sich daher heute nicht Alex selbst, sondern die Korrespondentin Cali, die seit gestern Abend bis heute Mittag mitgefiebert hat. Nachdem wir gestern schon nach Waterloo gefahren sind, in unser schönes Zimmer eingecheckt haben, ausgiebig über den Waterloo'er Campus spaziert sind, danach bei Harvey's Burger aßen und im Anschluss noch für mich Popcorn kauften, fanden wir, dass wir einen schönen Abend verbracht haben. Doch nichts sitzt so schwer im Magen, wie eine anstehende Prüfung - hier ein Beweisfoto:
Das war eine Stunde vor Prüfungsbeginn... Nach respektablen 5 Std. Schlaf und weiteren 3 Std. Rumgedöse. Der Magen war flau, die Nahrungsaufnahme schleppend... Wir sprachen nur wenig... Dann gings auf zur Prüfung... Ein paar Leute waren schon da und faselten was von „Ja, das wird schon, du kannst das bestimmt voll gut (blabla)“... Alex wurde von drei Dozenten geprüft, die als besonders harte Hunde gelten, und war dementsprechend ein bisschen blass, als diese den Raum betraten. Nach einem kurzen Vortrag (Vorstellung seines Themas), wurden die Hunde dann von der Leine gelassen. Die Show begann. Jetzt hieß es nur noch: Konzentration. Und nun, ganz exklusiv, ein Interview mit dem frisch gebackenen Meister:
Carolin Richter (CR): Lexi Fischer, wie haben sie sich während gefühlt? Können sie uns einen Eindruck ihrer Gefühle geben?
Alexander Fischer (AF): Am Anfang etwa so, wie ich wohl ausgesehen hab: etwas blass. Die Begrüßung und die Dankesworte gingen ganz gut, der Vortrag auch, doch statt kurz Verschnaufen zu können, kam direkt eine der schwersten Fragen, über die ich mir dauernd den Kopf zerbrochen hab - da hab ich ein bisschen gestrauchelt, aber einfach angefangen zu reden, zu reden, zu reden. Ich weiß, bei dieser Frage nicht ganz zu meiner eigenen Zufriedenheit (ein paar Dingen fielen mir einfach nicht mehr ein - doch das hat, außer Cali, niemand bemerkt), doch es hat mich in einen Rhythmus gebracht. Da konnte ich schnell merken, dass ich solche Gespräche eigentlich mag. Wobei eine Verteidigung nun doch anders ist, als ein sogenanntes 'Fachgespräch' (das ist der Euphemismus für 'Prüfung' in Deutschland). Man muss sich eben verteidigen, nicht ganz so zimperlich sein und ganz nach der Hundebiss-Anweisung: Den Arm beim Biss nicht wegziehen, sondern still halten und zurückschlagen, wenn losgelassen wurde. Im Anschluss wurde es also besser, v.a. nachdem man sich an den doch teilweise harschen Ton gewöhnt hatte und sich ein bisschen Respekt ggü. den Prüfern verschaffen konnte. Herr Boehringer und Herr Mueller musste man allerdings zu nehmen wissen.
CR: Welche Frage fanden sie im Laufe der Prüfung besonders unangenehm?
AF: Ui, an alle Fragen kann ich mich garnicht erinnern. Wenn ich eine Frage unangenehm fand, dann weniger wg. des Inhalts, als mehr wg. meiner sinkenden Konzentration. 110 Minuten sind dann noch ne lange Zeit. Bei Muellers Teil der zweiten Fragerunde war ich etwas matschig in der Birne und deswegen etwas ungeduldig beim Abwarten des Endes.
CR: Herr Fischer, sie mussten von den 110 Minuten Prüfungszeit auch 20 Minuten auf Englisch Fragen beantworten. Dabei wirkten sie sehr souverän. Haben sie sich darauf speziell vorbereitet?
AF: Um ehrlich zu sein: nein. Zwei Semester Studium auf Englisch, englischsprachige Betreuung durch Dr. John, das ständige Englisch im Alltag (v.a. mit meinen legendären Mitbewohnern von Januar bis Ende April im CLV) haben ihren Nutzen gehabt. Ein bisschen hab ich mich auf den Englischteil sogar gefreut.
CR: Wie würden sie ihre Prüfer beurteilen?
AF: Um einen berühmten TV-Formatstitel zu zitieren: Hart aber fair. Herr Mueller hat einen etwas fiesen Gesichtsausdruck und war außerdem - der Hauptgrund für meiner Nervosität - 'der große Unbekannte'. Von Herrn Boehringer wusste ich, dass er bissig ist, aber Humor hat. Damit komme ich ganz gut klar. Bin ja selber ein bisschen so im Hinsicht auf Studieninhalte. Dr. Johns erste Frage nach meiner Verwendung von "etc.pp." fand ich etwas verwirrend - war aber erleichtert, dass auf mein Nachfragen hin, ob jemand die genaue Übersetzung - die Bedeutung kennt man ja - von "pp" wisse, niemand antworten konnte. Aufgelöst hat es unsere Bibliothekarin (bei der ich mich gefreut hab, dass sie auch anwesend war) Helena: pp heißt lat. "perge, perge" = "so fort, so fort". Nachdem er das erwähnt hat, habe ich übrigens, als ultimativer Ausdruck der Nervosität, dauernd "etc.pp." gesagt. Hmpf.
CR: Was war ein schöner Moment in der Prüfung? Wofür haben sie großes Lob erhalten?
AF: Dafür, dass ich beweisen konnte, über den Horizont meiner eigenen Arbeit hinausdenken zu und auch externes Wissen zur Beantwortung von Fragen heranziehen zu können. Beim literaturtheoretischen Themen wie Topos zum Beispiel oder historischen Verbindungen.
CR: Wie fühlt man sich mit einem Master in der Tasche, mit 24 Jahren?
AF: Gerade ein bisschen leer und natürlich auch stolz. Übrigens war das heute die erste Defence der Saison. Die anderen schreiben noch :)
CR: Ich danke für das Gespräch.
AF: Ich habe zu danken - v.a. für die Unterstützung!
Am Ende hieß es, "Bestanden, mit kleineren Änderungen" - allerdings ist dies eher ein bürokratischer Zug. Denn er bedeutete letztendlich nur, dass alle inhaltlichen Anmerkungen der Prüfer ganz nach Dr. Johns und Alex' Gutdünken eingearbeitet werden können, oder eben nicht. Kleinere Änderungen heißt es aber eben auch, da es hier und da (trotz des Lobes für die gute Lesbarkeit der Arbeit) noch einen Kommafehler, Zitierfehler o.Ä. zu berichtigen gibt. Ein Bestehen ohne Änderungen gibt es also quasi nicht. Was jetzt noch wartet ist also bürokratischer Natur: die kleinen Fehler berichtigen, offiziell im Graduate Office alles abgeben, Unterschriften ableisten und zum Binden einreichen. Der Meisterbrief kommt dann im September.
Anschließend ist Alex dann noch mit den Dozenten im University Club edel essen gegangen und hat ein ganz tolles Chicken-Zwiebel-Käse-Panini gegessen, von dem er mir bereits seit Stunden erzählt...*ggg*
Die Verteidigung lief jedenfalls super - so gut, dass sein Dozent meinte, er wäre für eine Promotion sehr gut geeignet, trotzdem er etwas an seiner Sturheit arbeiten solle ;)
Na wenn das nicht mal gut klingt!
Ich bin sehr stolz auf dich Lexi, MA!!!"
Dienstag, 20. Juli 2010
Rien ne va plus... Jetzt gilt's.
Am Mittwoch verfrachten wir uns also probehalber schonmal für die räumliche Wiedereingewöhnung nach Waterloo. Ein Zimmer im Wohnheim des St. Pauls-Colleges direkt auf dem University of Waterloo-Campus wird uns für die letzte Nacht vor der Verteidigung beherbergen; und am Donnerstag um 10Uhr, also 16Uhr eurer Zeit (wichtig, zum Daumendrücken!), ist es dann soweit: "Wider das System: Gesellschaftliche Aussteiger bei Genazino, Kleist und Kafka" (so nämlich der Titel meiner Arbeit) wird unter die Lupe genommen. Dazu gibt es einen externen Leser (Dr. Mueller von der University of Guelph) und einen internen Leser (Dr. Boehringer - einer unserer Hardliner). Nicht zu vergessen ist mein Betreuer, Dr. John, der wohl den englischen Befragungsteil übernehmen wird. Je nachdem, wie lustig die Leser sind, kann das Ganze bis zu 2 Std. dauern... Nach meinem einleitenden Vortrag (ca. 15 Min.) schließlich, dürfen die Leser (und auch das Publikum) nach Belieben auf mich losgehen. Naja, im Falle unfairer oder ungerechtfertigter Behandlung meiner Person wird natürlich Dr. John eingreifen. So, den ungefähren Ablauf kennt ihr nun. Das nächste mal melde ich mich also hoffentlich in graduierter Form.
Ablenkungsmanöver gab es natürlich in den letzten Tagen auch noch, hier das heutige Programm, u.a. bestehend aus der Fütterung unseres (inzwischen ganz schön zutraulich/nahezu dreist gewordenen - habe leichte Biss- und Kratzspuren) Haus-Eichhörnchens 'Brownie' und Strandtag auf Toronto Island:
Hier nochmal unser Haushörnchen im Portrait...
...oder hier beim faulen Abhängen im Schatten...
...um an die Walnuss (und manchmal auch meinen Finger) zu kommen, ist aber bisschen Mühe nötig...
Nochmal mit zehnminütiger Fährenfahrt raus aus dem Trubel...
...und ran an den Strand. Gab sogar ein paar beruhigende Wellengeräusche...
...na sie hat gut lachen... obwohl... und jemanden nervlich Angeschlagenen an der Seite ;)
Ablenkungsmanöver gab es natürlich in den letzten Tagen auch noch, hier das heutige Programm, u.a. bestehend aus der Fütterung unseres (inzwischen ganz schön zutraulich/nahezu dreist gewordenen - habe leichte Biss- und Kratzspuren) Haus-Eichhörnchens 'Brownie' und Strandtag auf Toronto Island:
Samstag, 17. Juli 2010
D&G Part IX - Montreel, weils edler klingt...
...so heißt es von einer Person, die hier nicht namentlich genannt werden soll. Alles Quatsch. Montréal natürlich und edler als Ottawa oder Toronto ist die Stadt nun auch nicht. Gut, man merkt hier und da eine französische Note, v.a. dadurch, dass alles etwas ungepflegter wirkt, mehr laissez-faire herrscht, 'französisch-anmutende' Balkone an den Fassaden zu entdecken sind und es in mancher Straße 3 Crêperien nebeneinander gibt, aber sonst? 1,6 Millionen Einwohner hat die Stadt, die gegen Toronto um die Gunst der Ost-Kanadier kämpft, und so die zweitgrößte Stadt überhaupt im zweitgrößten Land der Welt ist. Mit ihrem Umfeld (3,7 Millionen Menschen) ist Montréal gar die zweitgrößte französischsprachige Stadt der Welt. Während es in Anglokanada die bereits erwähnten Mühen um das Französische gibt, ist hier Englisch OFFIZIELL beispielsweise im Straßenbild nicht zugelassen. Schon gut, ja, die Quebecer sind ja auch seit 2006 offiziell eine "Nation im vereinten Kanada". Da hat der Charles de Gaulle bei seinem Skandalbesuch in den 60ern, als er "Vive la Quebéc, libre!" (Es lebe das freie Quebéc!) vom Rathausbalkon geschrien hat. In Ottawa hat man ihm dann sofort sämtliche weitere Termine gestrichen. Eine Separation (die ewige Debatte...) Quebécs vom Rest Kanadas wird aber wohl nicht erfolgen, da dann wahrscheinlich beide Seiten wirtschaftlich zusammenbrechen würden. Aber zurück zu Montréal. Der Name der Stadt rührt übrigens vom Mont Royal, dem 233m hohen Berg inmitten der Stadt, der bei einem der ersten Gouverneure die Reaktion: "Ein wahrhaft könglicher Berg (im verbreiteten Flachland)" hervorgerufen habe. Statt der diesigen und zugewucherten Aussicht von dort oben, wird mir eher die wahrhaft 'königliche' Waschbärenfamilie in Erinnerung bleiben, die fünfköpfig (Mama + 4 Kleine) nach vernünftigem Links-Rechts-Schauen über die Straße zockelte. Übrigens haben wir in Montréal in einem Hostel übernachtet, das sich selbst wohl total stylisch und alternativ findet und dafür mal unglaubliche Preise berappt, obwohl man im Keller hausen und in einer Garage mit aufgeschlitzten Sofas Frühstücken muss. In unserem 10-Zimmer hatten wir dann auch noch einen dermaßenen Schnarcher, dem man - entschuldigt die Drastik - das Ersticken an Ort und Stelle nur wünschen konnte. Mit unseren Kissen unterm Arm haben wir dann verzweifelt eine Alternative gesucht und hatten Glück: Der Spätschicht-habende-Hostel-Typie verwies uns in sein Ausweichzimmer unterm Dach! Zwar war die eine Matratze für uns zwei nur 80cm breit, aber lieber so, als mit dem Regenwald-Abholzer. Nach der anfänglich also etwas unglücklich verlaufenden Nacht konnten wir schließlich zumindest etwas ausschlafen um für die Erkundungstour am nächsten Tag gewappnet zu sein. Da stand alles auf dem Programm, was in Montréal zu Fuß am dem Programm zu stehen hat: Der alte Hafen, der neue (inzwischen unbedeutende) Hafen, die Altstadt am Hafen, das (eingerüstete) Rathaus, der Blick auf die Skyline, Notre Dame de Montréal, Notre Dame-de-Bonsecours, der Place de Jacques Cartier, das mit 205m höchste Hochhaus der Stadt, die Kathedrale, die Einkaufsstraße Ste.-Cathérine mit montréaler Eaton-Center, die McGill-University und das alternative/studentische Quartier Latin. Am Abend nahmen wir dann im Quartier Latin, stilgerecht, in einer Crêperie unsere 'Henkersmahlzeit' zu uns - köstlichste herzhafte Crêpes mit Ei, Schinken und Käse und als Desert noch weiße und braune Brownies - mmhh... Wen es übrigens interessiert, ob der Schnarcher auch in Nacht 2 noch vorhanden war? Die kurze Antwort heißt: Verdammt, ja! Ein zweites Mal konnten wir nicht in den Dachstuhlraum flüchten, deswegen haben wir uns in dem kleinen Raum, der vor Dollis & Gerds Badezimmer war breit gemacht und die Nacht in leichter Unruhe und auf dem harten Boden (gut für den Rücken!) verbracht, um einigermaßen ausgeschlafen zu sein. Denn der zweite Tag widmete sich abschließend dem ufo-artigen Olympiastadion mit dem höchsten schiefen Turm der Welt, das nachwievor einsturzgefährdet ist. Hier dachten wir schon Dolli und Gerd verloren zu haben, weil sie ewig nicht wiederkamen, letztlich ging aber alles gut und wir konnten zum Mont Royal weiterziehen, um uns würdig und königlich von oben herab von der Stadt verabschieden zu können - denn schließlich warteten noch 6 1/2 Std. Rückfahrt auf uns, die aber, erstaunlicherweise, schmerzlos und mit Wendy's-Pause vorbeigingen. Danach wartete noch eine letzte Nacht mit ratternder Klimanlage im Canadiana auf die beiden Gäste, die am Tag drauf (dem 14.7.), nach stufenweiser Entwöhnung aus der kanadischen Großstadt (Spaziergang Downtown -> Spaziergang Mt. Hope und Mt. Pleasant Friedhof -> Besuch der Toronto German School im jüdischen Viertel -> Flughafen), behütet am Lester B. Pearson-Flughafen abgeliefert wurden. Unser Gepäck wurde auch ohne Probleme angenommen. Man waren wir froh darüber. Die 14 Tage gingen letztlich aber wie ein Eilzug vorbei, was um so furchtbarer ist, im Angesicht dessen, das jetzt nurnoch die Verteidigung wartet (Do., 22.7., 10Uhr, ML245). Drückt die Daumen und denkt an mich!
Arrêt! Lorsque vous ne parlez pas le francais, je te vais fussiler!
Un peu de französische Flair...
...der einen schönen Mix aus Kolonial-, Gründer- und wat nich alles-Stilen ergibt (hier im alten Hafen)...
...der sich weiter durch die 'Altstadt' (hier ca. 160 Jahre) zieht...
Hier die willkommene Abkürzung in der Hitze. Im Hintergrund auf der Säule thront Herr Cartier, französischer Entdecker und einer der wesentlichen Figuren für die ehemals einzige nordamerikanische Kolonie Frankreichs.
Hier auf Schattensuche...
...bei der wie dann Zeuge der rührenden Eichhörnchen-Liebe dieser beiden weißbäuchigen Gesellen wurden.
Notre Dame und daneben das älteste Gebäude der Stadt: das alte Priesterseminar de Saint-Sulpice von 1684 (seid froh, dass ihr die riesige Baustelle auf dem Vorplatz nicht hören könnt).
Ein bisschen 'altehrwürdige' McGill-Uni mitten im Zentrum...
...irgendein Hochhaus-Inneres, das zu Fotospielchen einlud...
Hier noch das (von links nach rechts) Kathedrale-höchstes Hochhaus-und-(von den Montréalern abfällig so genannt)-Käselraspel-Ensemble in Downtown.
So wie das lang höchste Gebäude, das SunLife-Center, von dem im lieblichen Glockenspiel "Yesterday" erschallte...
Nicht zu vergessen sind natürlich die das Stadtbild prägenden Treppen für die höher gelegenen Hauseingänger, damit der Schnee nicht in der Tür liegt, man sich aber auf dem glatten Metall dann auf die Fresse legt...
Diesiger Ausblick und scheinbar gelandetes Ufo im Stadtgebiet.
Und nochmal ich - VOR der Verteidigung.
Freitag, 16. Juli 2010
D&G Part VIII - Ottawa im Sommer
Über den 'lieblichen' Highway 60 bahnten wir uns durch Provinzdörfer und Städtchen, vorbei an Seen und Wäldern, rauf und runter schließlich den Weg in Kanadas Hauptstadt Ottawa und fuhren probehalber gleichmal vorbei. Wenn man Toronto gewöhnt ist, denkt man ja, die Stadt nimmt eigentlich kein Ende und dehnt sich immer weiter aus. Dem ist aber in Ottawa nicht so. Zwar ist die Stadt, deren Name im Indianischen "Handel" bedeutet, mit ca. 800.000 Einwohnern die sechstgrößte Kanadas, aber im Wesentlichen doch sehr überschaubar und leicht verdaulich für das europäische Auge - denn hier thront die Besinnung auf die englischen Wurzeln gut sichtbar über allem und bildet auch noch den Mittelpunkt: das Parlament. Zwar sprechen die meisten hier auch Englisch, doch Ottawa ist die einzige Stadt in Ontario die offiziell zweisprachig ist - um die gleichwertige Behandlung wird denn auch in allen Institutionen und öffentlichen Einrichtungen höchsten Wert gelegt. Ich muss dann immer an die armen Werbetexter und Schildermacher denken, die ja immer das doppelte an Text unterbringen müssen... dafür werden bestimmt die klügsten Köpfe gebraucht, denn der pro Kopf Anteil an Akademikern ist in Ottawa landesweit am höchsten. Auf demselben Breitengrad wie Bordeaux und Venedig gelegen, hatten wir natürlich wieder bestes und wärmstes Wetter, das hier aber fernab von den Seen nicht ganz so schwül war. Wasser gibts trotzdem genug: der Rideau-River, der Riviére Gatineau und der Ottawa-River laufen hier zusammen und bilden die Provinzgrenze Ontario-Quebéc. Außerdem entstand hier der Rideau Kanal, der als alternativer Weg zum St. Lorenz-Strom einen Fahrtweg zum Lake Ontario darstellte. Auf dem St. Lorenz-Strom müsste man ja angeblich mit Amerikanern rechnen - eine Befürchtung, die seit dem Kanada-USA Krieg 1812 durchs Land geisterte. In Ottawa werden dann auch ca. 26m Höhe in 8 Schleusen überbrückt, die so ein andauerndes (von Hand-)Kurbel-Schauspiel bieten. Natürlich sind wir nicht in unserem Backofen im Studentenwohnheim der University of Ottawa geblieben (die Türen, die wir öffneten, um mal Luft rein zu bekommen, wurden natürlich, aus Sicherheitsgründen, flugs wieder geschlossen), sondern haben auch das Financial District oder das Kneipenviertel um den Byward-Market (Ottawa hieß früher Bytown und war ne Seemanns-, Prostitutions- und Säuferstadt) erkundet (natürlich für Fußball - das erfolgreiche Spiel um Platz 3, ehrenwerter Abschluss fürs junge Team! und das etwas schleppende Finale, mit einem erneuten grausig anzuschauenden 1:0-Sieg, bei dem nur Iniestas Tor sehenswert war) und das famose Zivilisationsmuseum in Gatineau (der französischsprachigen Schwesterstadt) besucht. Ein Herman haben wir auf dem Nepean-Point auch noch entdeckt und - achja - von einem Bus wären wir bei der Wohnheimssuche auch fast zu schrott gefahren worden, ein Bus nämlich, der völlig skrupellos, ohne zu Bremsen im Neulings-Straßengewirr auf der Kreuzung auf uns zuraste, man gut, dass ich ins Gas getreten habe... Erwähnenswert ist auch noch das zweite Aufeinandertreffen mit der rotzigen und unzufrieden wirkenden Ontario-Polizei (Kanada hat eigentlich die berühmten Mounties, doch Ontario und Quebéc leisten sich eine eigene Provinzbullerei). Nachdem ich in Toronto angenschnauzt wurde, als wir ein kleines "wüpwüp" und Geblinke nicht gesehen hatten (-Scheibenbelastendes Klopfen- "WENN SIE EIN SIGNAL HÖREN ODER EIN LICHT SEHEN HALTEN SIE GEFÄLLIGST AN, HABEN SIE DAS VERSTANDEN??? -Stampf Stampf-), wollten wir in Ottawa doch tatsächlich eine Straße dort überqueren, wo es nicht ganz erlaubt war... Als wollte uns das Schicksal ärgern, kommt in dem Moment eine Streife angezuckelt und blafft uns durchs offene Fenster an. Da wir ja dumme, wertlose und vor allem vertrauensunwürdige Bürger sind, wartete der Herr Officer natürlich und fuhr nur im Schritttempo davon - uns fest im Blick durch den Rückspiegel. Naja, immerhin aber nicht fest im Visier...
Tourimäßig mit Reiseführer wird aus der Hauptstadt gegrüßt...
Hier die Sommerversion des Parlaments mit dem 90m hohen Peace-Tower.
Und hier die Hogwarts-mäßige Bibliothek desselben, in der es auch Harry Potter gibt - denn jedes in den Parlamentssitzungen erwähnte Buch wird flugs eingekauft.
Wachablöse mit Dudelei am Grab des unbekannten Soldaten. Im Hintergrund: das etwas Disney Land-mäßige Chateau Laurier.
Arbeitsverweigernder Parkautomat neben seinem Pendant.
Notre Dame und die Spinnenskulptur "Maman" der kürzlich mit 98 Jahren (!) verstorbenen Künstlerin Louise Bourgeois vor dem (hier hinter mir liegenden) National Arts Center.
Ein Herman (mit gekapptem Schwanz)!
Ottawa am Abend, nach kurzem Regenschauer am frühen Abend...
...in wunderbarem Licht. Hier der Rideau-Kanal mit Blick nach Gatineau. Links laufen Cali & Dolli.
Angler am etwa zwielichtig wirkenden Ufer des Ottawa River, mit Blick auf die Alexandra-Bridge und das Musée de la civilisation à Quebéc.
Stimmung.
Und zurück am historischen (noch immer von Hand bedienten) Rideau-Kanal, mit Blick richtung Stadt.
Der Blick aus dem Museumshof auf Seiten der Schwesterstadt.
Und auch Ottawa ließen wir dann nach 2,5 Tagen wieder hinter uns und es ging weiter nach Montréal.
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